Einen Gastauftritt im Regionalmagazin „buten un binnen“ hatte gestern Bremen History-Autor Frank Hethey. Das Thema im Rahmen der Serie „Es jährt sich“: der Ausbruch der Spanischen Grippe in Bremen vor knapp 100 Jahren. Im Gespräch mit Maren Schubart von Radio Bremen äußert sich der Journalist und Historiker über die Hintergründe der Infektionskrankheit. Besonders frappierend: die abwiegelnde Haltung des Gesundheitsrats, der zur Vermeidung von Hysterie und Panik die akute Bedrohung lieber nicht an die große Glocke hängen wollte. Anders der Senat, der sich über den Gesundheitsrat hinwegsetzte und im Oktober 1918 eine Schulschließung anordnete. Doch es half alles nichts, in drei Wellen grassierte die Krankheit zwischen 1918 und 1920 in Bremen. Mit voller Wucht traf vor allem die zweite Welle im Oktober 1918 die ohnehin geschwächte Bevölkerung. Ein drittes Mal suchte die Krankheit die Stadt 1919/20 heim. Insgesamt waren mehr als 1200 Grippetote zu beklagen, darunter der prominente liberale Politiker Hinrich Hormann. Dazu hat Hethey einschlägige Akten im Staatsarchiv Bremen gewälzt und altes Zeitungsmaterial gesichtet. Mehr unter „Massenhafter Grippetod ‚nach kurzer, heftiger Krankheit’“.

Mein Bremen

Die Stadt in Bildern von 1968-1983, Teil 3

Aus dem Fundus der Leserinnen und Leser des WESER-KURIER: Viele neu entdeckte Fotos aus dem Bremen des vergangenen Jahrhunderts. Die Bilder dokumentieren die ereignisreichen Jahre zwischen den Straßenbahnunruhen 1968 und der Schließung der Großwerft AG Weser 1983 In diesen Jahren vollzogen sich in Bremen große Wandlungsprozesse in der Gesellschaft, der Architektur und der Politik, die Bremen nachhaltig prägten und bis in die heutige Zeit nachwirken.

Jetzt bestellen