Anschari-Verein gegründet

Schon seit einigen Jahren machen sich Nils Huschke und seine Mitstreiter immer mal wieder bemerkbar, nun haben sie mit der angekündigten Vereinsgründung ernst gemacht: Bereits am 12. Juli wurde „Anschari e. V. – Vereinigung für das historische Stadtbild Bremens“ ins Vereinsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragen. Den Posten des Vorsitzenden bekleidet Huschke, als sein Stellvertreter fungiert Diplom-Ingenieur Axel Spellenberg. Erklärtes Ziel des neuen Vereins ist der Wiederaufbau von Essighaus, Kornhaus und St. Ansgarii.

Bislang gehören dem Verein 13 Mitglieder an, darunter Architekten, Ärzte und Fachleute aus der Baubranche. Die Mehrzahl stammt laut Huschke aus Bremen und umzu, es gebe aber auch schon erste überregionale Zugänge. In absehbarer Zeit werde der Verein über eine Internetpräsenz verfügen. Facebook sei fest eingeplant, eventuell will man auch twittern. Momentan wird die Gemeinnützigkeit des Vereins geprüft.

Der Vereinsname „Anschari“ ist die plattdeutsche Version von Ansgarii. In den 1950er-Jahren setzte sich der damalige Direktor des Staatsarchivs, Friedrich Prüser, unter Verwendung von „Anschari“ für den Erhalt der dann doch entfernten Ruine ein. Mit seiner Namenswahl will der Verein die Leistungen Prüsers würdigen „und den Faden dort aufnehmen, wo er diesen einst aus der Hand geben musste“.

Am leichtesten zu realisieren ist in Huschkes Augen das Kornhaus wegen des bisher unbebauten Grundstücks. Weil aber viele Mitglieder besonders an Ansgarii gelegen sei, solle auch „durchgängig an der Bekanntmachung und Popularisierung des Ansgarii-Gedankens“ gearbeitet werden. Mit Vorträgen, Stadtführungen und Publikationen will der Verein den Boden bereiten für die Rekonstruktion dieser beiden Gebäude. Einmischen will sich der neue Verein aber auch, „wenn Neubauplanungen aus unserer Sicht in die falsche Richtung laufen“.

So soll es nach dem Wunsch des neuen Vereins früher oder später wiedersehen: die Ansgariikirche als fester Bestandteil der Bremer Altstadt.

Mein Bremen

Die Stadt in Bildern von 1968-1983, Teil 3

Aus dem Fundus der Leserinnen und Leser des WESER-KURIER: Viele neu entdeckte Fotos aus dem Bremen des vergangenen Jahrhunderts. Die Bilder dokumentieren die ereignisreichen Jahre zwischen den Straßenbahnunruhen 1968 und der Schließung der Großwerft AG Weser 1983 In diesen Jahren vollzogen sich in Bremen große Wandlungsprozesse in der Gesellschaft, der Architektur und der Politik, die Bremen nachhaltig prägten und bis in die heutige Zeit nachwirken.

Jetzt bestellen