Ein Blick in die Geschichte (61): Die Balgebrückstraße kurz vor der Jahrhundertwende

Wiedererkannt? Wir schreiben das Jahr 1897 und befinden uns an der Tiefer, in die von links die Balgebrückstraße mündet. Im Mittelpunkt des Bildes ist der viergeschossige „Gasthof zum König von Preussen“ zu sehen, damals Balgebrückstraße 1.

Das Gebäude bildete den Beginn einer Reihe von fünf vorindustriellen Giebelhäusern an der Ostseite der Balgebrückstraße. Das Haus ist erst 1820 zum „Gasthof zum König von Preußen“ geworden – eine Hommage an den damaligen Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. Ein gewisser Menze führte den Gasthof von 1874 bis 1911.

Alle Häuser wurden bei Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Durch den Bau der neuen Weserbrücke (heute: Wilhelm-Kaisen-Brücke) wurde die Balgebrückstraße verbreitert und die Grundstücke überbaut.

Am linken Bildrand ist gerade noch eine Ecke des Vorgängerbaus der „Union“ zu erkennen – an dieser Stelle errichtete der Kaufmannsclub 1903 ein neues repräsentatives Gebäude (mehr dazu hier). Das im Abbruch befindliche Haus am rechten Bildrand ist Tiefer 22. Es wurde 1897 zusammen mit seinem nicht sichtbaren Nachbarhaus Tiefer 21 durch einen Neubau der Rohtabakhandlung J. F. Oltrogge (Tiefer 21/22) ersetzt.

von Frank Hethey

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75 Jahre WESER-KURIER

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