Das hatte es bis dahin in Bremen noch nicht gegeben: Im Frühjahr 1991 öffnete das erste Spaßbad in der Hansestadt seine Pforten. Von außen bot das Gebäude vielen zunächst einen komischen Anblick. In Badezeug gekleidete Menschen flutschten durch halbwegs durchsichtige Röhren über die Köpfe der Besucher hinweg. Die über 100 Meter langen Rutschen waren die Attraktion des Bades. Besonders beliebt bei den Gästen war die Turborutsche, auf der die besonders Mutigen, bis zu 50 Kilometer in der Stunde erreichen konnten. Springtürme suchte man im Aquadrom jedoch vergebens. Ausgestattet mit tropischem Grün für 500.000 Mark avancierte das Spaßbad zum kleinen Bremen am karibischen Meer.

Insgesamt 31 Millionen Mark kostete der Bau. Unmengen an Beton und Eisen wurden in 14 Monaten Bauzeit auf einer Fläche von 5.500 Quadratmetern verbaut. 1.200 waren für den Wellnessbereich vorgesehen. Das Foto zeigt den Baufortschritt des Bades nur wenige Wochen vor der Eröffnung. 22 Mark kostete der Eintritt für Erwachsene. Wer die Saunen nutzen wollte, musste mehr bezahlen. Kinder unter einem Meter Größe zahlten sechs Mark.

Die Zeit des Spaßbades war begrenzt: 1998 ist das Freizeitbad in eine Sauna- und Fitnessanlage umgebaut worden. Diese kennen die Bremer heute unter dem Namen Oase.

Das Aquadrom wenige Wochen vor der Eröffnung. Foto: Weserpark Bremen

Mein Bremen 4

Mein Bremen

Die Stadt in Bildern von 1945-1967, Teil 4

Bremen und der Wiederaufbau: Der vierte Band unserer Reihe „Mein Bremen“ beschreibt in Bildern und kurzen Geschichten die Zeit von 1945 bis 1967 von den Aufräumungsarbeiten bis zur Zeit des Wirtschaftswunders. Die erste Meisterschaft von Werder Bremen, der Bau von Trabantenstädten und wie die Häfen zum Motor der Stadt wurden, sind weitere Themen. Dazu zeigen wir viele bisher unveröffentlichte Fotos aus den Stadtteilen und aus den Privatarchiven unserer Leserinnen und Leser.

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